Söldner der Reiche

Veranstalter und Organisator der Mittelalterlichen Märkte im Besitztum Stromberg.

Westfälische Nachrichten vom Fr., 22.07.2016

Wie die alten Rittersleute: Zeltlager mit den „Raben von Stromberg“ Angriff mit 300 Wasserbomben

Willkommener Schattenspender an den heißen Rittertagen war das Ritterzelt. Von hier aus ließen sich die Erklärungen und Vorführungen der Gast-Ritter bestens verfolgen.

Willkommener Schattenspender an den heißen Rittertagen war das Ritterzelt. Von hier aus ließen sich die Erklärungen und Vorführungen der Gast-Ritter bestens verfolgen. Foto: Stumpe

Everswinkel - 

Mit einer großen Schleuder wurden am Dienstag und Mittwoch Wasserbomben in die Menge der OGS-Kinder geschleudert. Beim Ritterfest am Haus der Generationen, bei 30 bis 35 Grad, freute sich jeder über solch eine Abkühlung. Zu Besuch waren die „Raben von Stromberg“, eine Improvisationstheatergruppe, die sich auf Shows rund um das Thema Mittelalter spezialisiert hat.

Von Jana Stumpe

Schon am Dienstag wurden die Kinder mit der Bitte „Silentium“ – sprich „Ruhe“ – von Rittern des Kreuz-Ordens begrüßt. Alle drei Ritter trugen ein „Malteser-Kreuz“ auf der Rüstung. Zu diesem bestimmten Kreuz sind die Ritter des Kreuzritter-Ordens gekommen, als es 1086 nach Christus die ersten Kreuzzüge gab. In Israel angekommen, gab es mit der Zeit Verwunderte, und so wurden dort Krankenstationen errichtet, die das Symbol des „Malteser-Kreuzes“ verwendeten. Die verteidigenden Ritter zu der Zeit übernahmen das Symbol, dass später auch der Johanniter-Orden verwendete und schließlich der Malteser Orden.

Zu der Rüstung der Ritter gehört aber nicht nur der Waffenrock mit dem Kreuz. Die Kinder der Offenen Ganztagsschule durften sich die komplette Ausrüstung anschauen. Über dem Waffenrock waren Armschienen, Schulterplatten und Halskragen. Auf Grund einer Panzerung mit versteckter Rüstung auf der Innenseite, die unter dem Waffenrock getragen wurde, konnten auch die Gegner im Mittelalter nicht erkennen, ob die Ritter geschützt waren. Alternativ dazu wurde auch ein Kettenhemd getragen. Auch Fleischer nutzten heute noch Kettenhandschuhe, da diese gegen Schnittwunden schützen. Unter der Panzerung trug man zusätzlich ein Gambeson, eine wattierte Rüstung mit Pferdefell.

Insgesamt wiegt die Ausrüstung ganze 35 Kilo. Damit die Ritter trotzdem beweglich blieben, gab es Löcher unter den Achseln, die somit allerdings auch ein perfektes Ziel für den Gegner boten. Als Schutz für den Kopf hat man häufig einen Nasal-Helm oder Topfhelm getragen, worunter zum Schutz eine Gugel (weiche, größere Mütze) und ein Kettenglied waren.

Zum Kämpfen selbst gab es unterschiedliche Schwerter. Bauern und Knechte bekamen nur schwere, unflexible Schwerter, die den Kampf schwerfällig machten. Vorteilhafter waren die Fechtschwerte der Ritter, die dünn geschmiedet und damit leichter waren. Ein Dolch war ebenfalls ein beliebtes Kampfmittel, um schnell zu reagieren. Schutzschilder bestanden immer aus mehreren Schichten Holz und Leinenstoff, was diese besonders stabil machte.

Auch die Kinder der OGS bastelten Schutzschilder und Schwerter aus Holz. Sie schliffen diese und bemalten sie anschließend. Dankbar für das von der Firma Ahmerkamp zur Verfügung gestellte Holz zeigten sich Hilke Sandner vom HdG und OGS-Leiterin Margret Füllenkemper. „Die Firma hat uns die Holzplatten auch gebracht.“ Dank der selbst hergestellten Waffen, konnten die Kinder die Techniken, die ihnen von drei Rittern beigebracht wurden, auch selbst ausprobieren. Eine weitere Waffe, die von den Kindern genutzt wurden durfte, war die Armbrust. Mit Pfeilen, die eine Gummispitze haben, zielten sie auf Holzplatten.

Wenn es im Mittelalter schließlich einen Verletzten gab, so musste schnell gehandelt werden. Man zögerte nicht, Arme und Beine bei einer Entzündung zu amputieren. Desinfiziert wurde mit Leinöl, Johanniskraut-Extrakt und Alkohol mit Kamillenessenz. War eine Wunde aber erst einmal offen, so musste sie mit einem Brandeisen wieder zugebrannt werden. Dies konnten die Kinder bei einem interaktiven Schauspiel miterleben, wobei ein Ritter sich mit einem Pfeil der Armbrust verletzt hatte.

Schutz fanden die Verletzten früher in Zelten. Solch ein Ritterzelt durften die Kinder selbst aufbauen. Sobald es stand, verteilten sie Teppiche darunter und genossen den Schatten. Auch am Mittwoch gab es zahlreiche Mittel gegen die Hitze. Eine Schleuder, die damals von Kindern und Frauen bedient wurde, um die Burg zu verteidigen, diente als Wasserbombenschleuder. Selbst eine Schutzwand mit Schildern, die die Kinder der OGS bildeten, konnte dies Geschosse nicht aufhalten. Ganze 300 Wasserbomben wurden an beiden Tagen benutzt. Zusätzlich sorgte ein Rasensprenger für Abkühlung.

Ein Schatz mit Schokoladengeld überraschte die Schüler und zum Ausklang der beiden Tage, wurde jeweils Stockbrot über einem Feuerkelch gebacken. Wie in einer echten mittelalterlichen Küche, war über dem Kelch eine Stange mit Haken um Töpfe aufzuhängen.

Am Dienstag machten 49 Kinder bei dem Spaß mit, am Mittwoch sogar 60. Zum Abschluss der Ritterwoche wird am heute von jedem Kind ein Portrait-Foto in Ritterausrüstung gemacht.


















Glocke Lokalnachrichten » Kreis Warendorf » Oelde15.11.2015 13:47

 Feuriger Auftakt unter dem Paulusturm Stromberg (kme) - Mit einer Feuershow ist am Samstag das mittelalterliche Treiben auf dem Burgberg in Stromberg eröffnet worden. Erleuchtete Zelte lockten die Besucher zu einem Bummel in stimmungsvoller Atmosphäre durch das Lager, das am Vortag des „Markts um den Paulusturm“aufgeschlagen worden war. Am Sonntag zog ein Flohmarkt entlang der Burgstraße Schnäppchenjäger an, und auf dem Marktplatz hatten die Besucher Gelegenheit zu schlemmen. Entlang der Münsterstraße konnten die Marktbesucher am Stand der Schutzgemeinschaft Stromberger Pflaume selbst gemachte Konfitüre erwerben oder deftige Reibeplätzchen am Pavillon des Fördervereins Gaßbachtal genießen. Kreativität war beim Kinderschminken und Basteln gefragt. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Verlauf des Markts“, sagte Buby Teeke, Vorsitzender des Gewerbevereins Stromberg. Den Markt rund um den Paulusturm hatte auch in diesem Jahr der Gewerbeverein organisiert. Eintauchen ins Mittelalter Außer den 30 Ständen lockte der Mittelaltermarkt mit historischem Handwerk sowie typischen Gerichten und Getränken. Stilecht kamen viele Besucher in traditioneller Gewandung auf den Mittelaltermarkt. Die Mittelalter-Vereine „Söldner der Reiche“ und „Raben zu Stromberg“ gewährten Einblicke in das Leben vor vielen Jahrhunderten, und schon von Weitem war der erbitterte Schwertkampf zwischen Burggraf Heinrich II. zu Stromberg und Sattelmeyer Meinulf von Bekehem vor der Heilig-Kreuz-Kirche zu hören. Begleitet von den Klängen der Mittelalterband „Unvermeydbar“ aus Hofgeismar und umrahmt von den Ruinen der ehemaligen Stromberger Höhenburg konnten sich die Besucher leicht in die Zeit des Mittelalters zurückversetzen.

Enniger Markt Juli 2015

 
Diestedde ins Mittelalter versetzt
Bild: Inderlied
Feuer in der Nacht in Diestedde: Das „Duo Inflammable“ aus Stuttgart begeisterte die Besucher zu später Stunde mit einer imposanten Feuerschau.
Bild: Inderlied

Es war eine perfekte Inszenierung: Es schien, als ob sich alle Einwohner des knapp 2500-Seelen-Dorfes in die Zeit der Ritter, Prinzessinnen und Inquisition zurück versetzen ließen.

Wer nicht artig war, den schnallte Bruder Dickbert an den Pranger, wo sich sein Helfer Cletus der Henker (Manuel Hark) rührend um den Delinquenten sorgte. „Die Warteschlange ist dort vorne“, rief der Mönch, der mit richtigen Namen Markus Wietusch heißt und aus Gütersloh kommt, und zeigte auf den kleinen Käfig, in dem schon eine Frau auf ihre „Schwiegermutterentsorgung“ wartete.

Doch zuvor nahm Bruder Dickbert die ungezogenen Henning (10), Jens (9) und Leon (8) gefesselt mit auf die „geführte Tour“ durch das Lager. Auf dem Mittelaltermarkt entführten rund 200 Akteure die zahlreichen Besucher in die Welt des Mittelalters.

 Händler boten handgefertigte Waren mit Bezug auf das düstere Zeitalter an, Schauspielgruppen wie die „Raben von Stromberg“ zeigten in vielen improvisierten Einlagen das damalige Leben, während die Gruppe „Animus Andvarii – Spielleute des Westens“ für die passende mittelalterliche Musikuntermalung sorgte. Zahlreiche Aktivitäten für die Nachwuchsritter und Prinzessinnen rundeten das Angebot ab.

Für die perfekte Organisation hatte der Diestedder Benedikt Brüggenthies zusammen mit dem Rietberger Verein „Söldner der Reiche“ gesorgt.

 

                                                                                                                                                   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

nw-news.de vom 16.06.2013

Markt um den Paulusturm 2013
Markt um den Paulusturm 2013
Rietberg
Ritter erobern den Gartenschaupark
Mittelalterfest am kommenden Wochenende
Darsteller bei der Premiere im vergangenen Jahr.
In mittelalterlicher Kluft
Rietberg (NW). "Das wird erneut ein Spektakel, an dem sich Jung und Alt erfreuen können." Gartenschaupark-Geschäftsführer Peter Milsch blickt auf das letzte Wochenende im Juni – auf jenen Termin, an dem sich die große Wiese im Park Neuenkirchen in ein mittelalterliches Gemeinwesen verwandelt. Unter Leitung der "Söldner der Reiche" wird es am 29. und 30. Juni eine Neuauflage der Vorjahrespremiere geben.


"Viele Besucher, die den nachgelebten historischen Alltag gesehen haben, waren begeistert. Es gab so viel zu schauen und zu entdecken", so Milsch. Gestellte Gerichtsverfahren gehören ebenso zum mittelalterlichen Dorfleben im Park wie Schaukämpfe. Einblicke in ein Heerlager werden gewährt, und natürlich warten auch fahrende Händler auf ihre Kunden. Da gibt es die fröhlichen Normannen ebenso wie den Brezenkönig, die Wollfrau Silvia und den eiskalten Ulrich.

 


Wer sich vom mittelalterlichen Lebensstil anstecken lassen möchte, der kann sich gleich die entsprechende Ausrüstung mitnehmen. Die große Rüstkammer, Kindergewandung und Lederwaren gibt es, auch Holzwaren, Hörner, Kerzen, Räucherwerk und Felle haben die Händler im Gepäck.

Für Verpflegung und besondere Programmpunkte ist gesorgt. Denn neben dem fahrenden Handelsvolk waren einst auch Gaukler von Ort zu Ort unterwegs, um mit Musik oder allerlei Späßen das Publikum zu unterhalten. Wieder erklingen werden die Töne aus den Instrumenten der Band Vulperanto im Wechsel mit Puppenspiel und Tanz an beiden Tagen.

Am Samstag, 29. Juni, ist der Mittelaltermarkt von 12 bis 22 Uhr geöffnet, am Sonntag, 30. Juni, von 11 bis 18 Uhr. Ein gesonderter Eintritt über die übliche Parkgebühr (Tagesticket 3,50 Euro für einen Erwachsenen mit beliebig vielen eigenen Kindern) wird nicht erhoben.

"Am letzten Juni-Wochenende gehen wir in die heiße Sommerveranstaltungsphase im Park", erklärt Aufsichtsratsvorsitzender Bürgermeister Andreas Sunder. "Am Samstagabend sind die Bläck Fööss zum ersten Mal bei uns in der Volksbank-Arena. Und am Sonntag feiern die Verbundpartner im Forum Natur ein großes Sommerfest mit vielen Programmpunkten." Dann gehe es Schlag auf Schlag weiter bis nahezu Ende August. Weitere Informationen unter www.rietberg.de, zum Mittelaltermarkt www.soeldner-der-reiche.de.

Oelder Schaufenster vom November 2012

Ahlener Tageszeitung vom 10.02.2012

Radio WAF vom 09.02.2012

Aktuelles
am Donnerstag, 09.02.2012
"Ahlen zeigt Flagge" wirft Schatten voraus

 

Die Vorbereitungen für das Fest der Kulturen  "Ahlen zeigt Flagge" laufen schon. Das Fest wird in diesem Jahr an zwei Tagen stattfinden, hieß es gestern bei einer ersten Informationsveransatltung der Organisatoren. Am ersten Juniwochenende ist es soweit: Dann wird es im Ahlener Stadtpark wieder international. Auch diesmal wird das Fest in eine Zeitreise ins Mittelalter eingebettet. Höhepunkt bildet wieder die Parade der Kulturen durch die Innenstadt. „Ahlen zeigt Flagge" wird seit 2009 federführend von Parisozial und dem Integrationsteam der Stadt Ahlen organisiert.

Die Glocke vom 17.11.2011

Mittelalter soll wieder aufleben

 

Unter der alten Kastanie auf dem Burgberg in Stromberg stehen die „Raben zu Stromberg“. Die malerische Kulisse im Burgdorf nutzten die Ritter (v. l.) Falk Glade, Ralf Troschka und Alexander Bogucki, um Aufnahmen für ihre Internetseite zu machen.

Von unserem Redaktionsmitglied Knut Reimann

 

Oelde (gl) - Unter der ehrwürdigen Kastanie auf dem Burgberg in Stromberg stehen drei rot gewandete Ritter. Der Blick schweift über das Tal. Es sind die „Raben zu Stromberg“, die an die bischöflichen Landesburg Stromberg zum Schutz des Hl. Kreuzes abgestellt wurden.

 Welch heroische Anblicke bietet doch das Mittelalter – wäre da nicht die junge Frau, die mit einer Digitalkamera Aufnahmen macht. Für die Kamera von Sarah Dehner-Bogucki posieren die drei Ritter freiwillig auf dem Burgberg. Wollen sie doch auf modernem Wege im Internet Werbung machen für ihr Hobby: die lebendige Darstellung mittelalterlicher Geschichte.

 Noch ist die Stammgruppe klein, die sich in Oelde wöchentlich trifft, um mittelalterliche Gebrauchsgegenstände und Kleidung zu fertigen. Doch die noch junge Gruppe hofft auf Verstärkung. Im Jahr 2010 haben sich die „Raben zu Stromberg“ zusammengefunden.

 Wie kommt man auf die Idee, sich als erwachsener Mensch zu verkleiden und tief in die Vergangenheit einzutauchen? „Jeder wollte doch als Kind ein Ritter sein“, meint der angehende Sozialpädagoge Alexander Bogucki. Falk Glade, Lehrer in Soest, wurde durch mittelalterliche Filme inspiriert. Da hat Robin Hood nachhaltige Wirkung gehabt

 Als Lehrer an der Stromberger Karl-Wagenfeld-Schule hat Ralf Troschka auch ein berufliches Interesse. Lässt sich doch mit einer mittelalterlichen Ausstattung den Kindern authentisch und mit viel Spaß das Leben der Stromberger Vorfahren vermitteln. „Der berufliche Nutzen rechtfertigt auch die manchmal hohen Ausgaben für die Ausrüstung“, sagt er lachend.

Den Grundstein für ihre Karriere als Ritter haben die Raben schon während des Studiums in Bielefeld gelegt. „In den studentisch organisierten Sportgruppen haben wir den Kampf mit dem Langen Schwert trainiert“, berichtet Ralf Troschka. Aber der Kampf allein ist es nicht, der sie zu Rittern macht. Das verdeutlichen sie auf ihrer Internetseite. Dort findet sich unter der Rubrik „Ein Ritter sein“ der Hinweis „…. Ritter sein ist eine Lebenseinstellung. Das Verhalten und sein Tun, das macht einen wahren Ritter aus und nicht das anlegen einer Rüstung oder das Kämpfen mit einem Schwert.“

Wer sich für das Leben im Mittelalter interessiert, kann die „Raben zu Stromberg“ beim Mittelalterlichen Lichter-Weihnachtsmarkt in Telgte am 27. und 28. November treffen oder über ihre Internetseite Kontakt mit ihnen aufnehmen.

 

Aus „Die Glocke“ vom 17.11.2011

Die Glocke vom 04.07.2011

Unterstützung Park Olympiade Oelde